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Well done boys.. mit Nazareth und Uriah Heep in Morbach.



JederAuftrittein Abenteuer
Für all diejenigen, die die Rustlers in Osburg beim diesjährigen Hochwald Open-Air gesehen haben, aber auch für alle anderen, die in Zukunf t bei Veranstaltungen wieder häufiger auf diesen Namen stoßen, hier die Geschichte dieser Rock-Veteranen. Als sie begannen, hieß der Rock noch Beat, war revolutionär und noch nicht zur Werbespot-Untermalung verkommen...
Es begann an einem Sonntag des Jahres 1965. Die Ashleys aus Ehrang fahren mit ihrem Sohn Gary nach Brüssel, um sich dort mit ihren englischen Verwandten zu treffen. Gary hätte diesen Nachmittag auch heute längst vergessen, wäre da nicht dieses Erlebnis gewesen, das ihn so überraschend traf und sein Leben bis heute beeinflußt.
Aber zunächst verläuft alles wie immer, und irgendwann am Nachmittag gibt es Kaffee und Kuchen, leise spielt das Radio dazu...
Can1 Buy Me Love
Gary springt auf, dreht das Radio lauter und fragt völlig verwirrt:
"Was ist das?"
Seine beiden Kusinen aus England, die seine plötzliche Hektik amüsiert bemerken, meinen nur trocken: " Das sind die Beatles. Kennst Du die nicht ? "
Das war seine erste Begegnung mit dem Beat, der von nun an ein Teil seines Lebens werden sollte.
Auch bei Manfred Zelasny, ebenfalls aus Ehrang, bringen die Liverpooler einiges durcheinander. Schon mit 17 hatte er sich einer Tanzkapelle angeschlossen und verdiente sich so sein Taschengeld. Auch er wurde vom Beat-Virus infiziert. Als er zum erstenmal die Beatles hört, muß sich seine Tanzcombo einen neuen Gitarristen suchen. Nur noch Beat will er spielen.
Gary und Manni taten sich zusammen und fanden schnell raus, daß sie ja mit Josef Casel einen gemeinsamen Kumpel in Ehrang hatten. Dieser spielte ebenfalls etwas Gitarre, besaß aber etwas noch viel Wichtigeres: Eltern mit einem zwar feuchten aber großen Keller. Dort sollte die Band proben, die man gründen wollte. Es war ein harter Schlag für die Eltern, als sie erfuhren, daß ihr Sohn sich in ihrem Keller immer mit diesen Halbstarken traf. "Dann machten sie fürchterlich Krach, den sie dann Musik nannten." Aber den Jungs machte es wahnsinnig Spaß, und so waren weitere Freunde schnell dafür begeistert, in die Band einzusteigen.
Gary hatte übrigens kurz nach seinem Erlebnis mit den Beatles einen weiteren Einschnitt in sein bisheriges Leben zu verkraften: Er hörte zum erstenmal die Rolling Stones. So wie dieser Mick Jagger wollte er auch singen. Als Sohn eines Engländers beherrschte er ja nicht nur die englische Sprache, auch diesen Cockney-Slang konnte er leicht imitieren. So kam es, daß zunächst fast nur Stones-Titel geprobt wurden.
Nach den Monaten des Probens wollte man auf die Bretter. Karneval 1966 war es soweit. Der Ehranger Gastwirt Fachfinger engagierte die Band. Jetzt brauchte man endlich einen fetzigen Namen. Der war schnell gefunden, lag doch der Probekeller unter einer Scheune in der auch Vieh stand. Die Viehdiebe, das war's. The Rustlers waren geboren. In folgender Besetzung hatte man Bühnen- Premiere: Josef Casel (Gesang, Gitarre), Manfred Zelasny (Gesang, Gitarre), Wolfgang Lex (Gesang, Bass), Klaus Becker (Drums), Gary Ashley (Leadgesang) und Werner Zang (Orgel). Das Debüt wurde ein voller Erfolg, und so folgten weitere Auftritte im heimischen Ehrang. Zunächst im Hotel (!) Zur Kanzel und dann (sowas gab es damals) im Ehranger Kino, dem Zentral Theater. Der Film, der anschließend lief, hieß TANZ DER VAMPIRE..
Danach ging alles sehr schnell. Ein Auftritt folgte dem nächsten. Damals war das Equipmment längst noch nicht so perfekt wie heute. Da wurde noch geschraubt und vor allem gelötet, bevor die Show begann. Josef Casel erinnert sich: "Eines unsrer wichtigsten Instrumente war der Lötkolben." Organist Werner Zang hatte sich sogar ein Oszillografenähnliches Meßgerät gebaut, um den Sound optimal auszurichten. (Vielleicht holte er sich dabei erste Anregungen für seinen heutigen Job als Prof. für Physik an der Uni Aachen.)
Aber trotz Löten und Schrauben, die Fangemeinde wuchs, und man wurde fast professionell. Es wurde ein Manager angeheuert, und auch einen "Roadmanager" engagierte man (1967). Manfred Schulz wurde Manager. Die Langhaarigen gefielen ihm, hatte er doch beruflich viel mit Glatzköpfen zu tun, denn er war Vertreter für Haarwuchsmittel (genauer gesagt aus der Kosmetikbranche). Auf seinen Verkaufstouren handelte er manchen Gig für die Rustlers aus. Wenn ein Termin feststand, trat "Roadmanager" Alvis Tonner in Aktion: Er organisierte für die zahlreichen Fans Bustouren zu den jeweiligen Auftrittsorten. Begleitet von den besten Wünschen der Eltern (Wann schneidet ihr euch endlich die Haare?), fuhr man mit bis zu 50 Leuten zu den Auftritten. Vor Ort war Alvis dann Mädchen für Alles: Er half beim Aufbau der Anlage, kassierte den Eintritt und heizte die Stimmung mit vielen Sprüchen ("Die besten Beatles sind die Rustlers.") an. Überall kamen die Viediebe gut an und hatten Erfolg. Um nur einige Orte zu nennen: Die Rustlers spielten in Bitburg, Bernkastel, Wittlich, Wadern und natürlich auch häufig in Trier und hier besonders in Ehrang. 1968 wurde beim Hermeskeiler Das Programm bestand jetzt nicht mehr nur aus Stones-Titeln. Diese waren (und sind ja wieder) zwar das besondere Markenzeichen aber man spielte auch Kinks, Faces u.a. Zahlreiche Trips nach England (Sänger Gary schwärmt noch heute vom damaligen Swingin' London.) sorgten dafür, daß die Gruppe immer das richtige Feeling drauf hatte.
Bis 1969 war man voll im Geschäft. Im Laufe dieses Jahres wurde jedoch ein Trend spürbar, der zur Auflösung der Band führte. Die Beat-Ära ging zu Ende. Live-Bands waren nicht mehr gefragt.
Das Publikum ging jetzt in die neuen Diskotheken. Da die Rustlers bei den zahlreichen amerikanischen Clubs in der näheren und weiteren Umgebung sehr gefragt waren, ergab es sich, daß der letzte Auftritt 1969 in einem amerikanischen NCO-Club in Hontheim absolviert wurde. Danach ging jeder von ihnen eigene Wege und konzentrierte sich auf Beruf und Familie.
Aber die Musik ließ sie nicht los. 1989 beschlossen Gary, Manfred, Klaus und Josef, ein Comeback zu starten.
They Can Get No Satisfaction !
Wolfeanz M.

 








The Rustlers” rocken wieder

Meldungen | 8. Dezember 2009 | Leserbrief schreiben

TRIER. Die seit den 60er Jahren in der Region bekannte Band “The Rustlers” spielt morgen um 20.30 Uhr im “toni” am Domfreihof.

Die Rustlers mit Gary “Frontmann” Ashley am Mikro, Manni “Xrat” Rump an der Gitarre, Wollie mayouthebetter” Thiel am Bass und Klaus “Mann der ersten Stunde” Becker an den Drums haben nicht nur jede Menge Hits und B-sides von den Stones im Gepäck, sondern auch banging tunes vonden Yardbirds, Small Faces, Pretty Things, Kinks, Free, The Who sowie RazorLight, Green Dayund White Stripes.

 1 Leserbrief | RSS-Abo

 1. Emmi schreibt:

 20. Februar 2010 (10:53 Uhr)

 Hallo.Gebt Gas Jungs nur so findet das Leben statt.

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